Chorgemeinschaft
Zeitinsel der Besinnung mit der „Lyra Bruchsal“
Freitag, 18. Dezember 2009 um 10:47 Uhr
Es gibt sie noch, die Momente der Ruhe, Entspannung und Meditation im umtriebigen Geschehen der Vorweihnachtszeit, wenn auch nur noch als Zeitinseln, dafür aber umso bemerkens- und anerkennenswerter. Man findet sie noch, unter anderem auch dort, wo Musik sich zu Worten und Texten gesellt, die die weihnachtliche Botschaft herüberbringen und zur Besinnung einladen. Dies verdient Zustimmung und Anerkennung, insbesondere wenn - wie in diesem Fall - ein Chorleiter vom Format eines Otmar Wiedenmann-Montgomery es versteht, seine Chorgemeinschaft Lyra Bruchsal,  Solisten und ein Bläserensemble so einzubinden, dass, einem großen Bilderbogen gleich, das Geschehen vom Aufruf zur Umkehr und der adventlichen Verheißung bis zur Ankunft des Erlösers und der Anbetung der Könige vor dem geistigen Auge des Zuhörers vorbeizieht. Einen großen Anteil am Konzert in der vollbesetzten Kirche St. Josef hatte der stimmgewaltige Chor der Lyra mit Chorwerken u.a. aus dem Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy, dem Hymnus „Christe, redemptor omnium“ von Pater Basil Breitenbach aus dem Kloster Einsiedeln und Gustav Holsts „In The Bleak Midwinter“ , wobei die Einbeziehung des Blechbläserensembles aus zwei Trompeten und zwei Posaunen aus Heidelberg unter der Leitung von Harald Schneider dank einer ungetrübten Intonation weihnachtlichen Glanz verbreitete. Die Gesangssolisten erfreuten das Publikum mit der Arie „Das Volk, das da wandelt im Dunkel“ aus dem „Messias“ von Händel, wofür die sonore Bassstime Alois Schnorrbergers wie geschaffen schien, und den „Weihnachtsliedern“ von Peter Cornelius. Diese Aufgabe übernahmen wechselweise die Mezzosopranistin Margot Spatschke, sicher und souverän in allen Tonlagen und Max Botterer mit seiner warmen  Baritonstimme. Mit dem Schlussteil aus „Die Könige“ gab er dem Konzert einen besonderen Akzent: zunächst mächtig und gravitätisch, beginnend und schließlich mit einem zu Herzen gehenden „Schenk ihm dein Herz“ in mezza voce. Ein weiterer Höhepunkt war John Henry Hopkin’s „Three Kings of Orient“, ein köstliches Terzett der Könige, verkörpert vom Chorleiter, diesmal als Tenor, Max Botterer und Alois Schnorrberger, an der Truhenorgel sicher begleitet von Patrick Wippel, der auch am Keyboard und an der großen Orgel stark gefordert war. Auch die Zuhörer waren mit adventlichen und weihnachtlichen Liedern einbezogen in das Geschehen. Bei ihnen bedankte sich am Schluss der Vorsitzende Rolf Hettmannsberger, nicht nur für ihre Aufmerksamkeit, sondern dafür, dass  sie mit ihrem Eintrittsgeld für dieses Weihnachtskonzert, „einer weiteren Perle in der Kette der Chorkonzerte der Lyra“, einen finanziellen Beitrag zum Neubau des Kindergartens St. Josef leisteten.                                                                                                                                                      Herbert Menrath 

 

 


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